Produktion#
Der nachfolgende Abschnitt erläutert Ihnen die Zusatzfunktionen in KUMAVISION medtec365 für den Bereich Produktion in Microsoft Dynamics 365 Business Central1.
Berichte und Belege#
Über optimierte Belege wie beispielsweise der Laufkarte und durch die Möglichkeit, auf den Belegen, Barcodes zu den Datennummern (Fertigungsauftragsnummer, Komponentennummer und/oder Arbeitsgängen) auszudrucken, kann in der Produktion komfortabel gearbeitet werden.
Die konzipierte "Laufkarte" kann in der Berichtsauswahl hinterlegt werden. Hierzu rufen Sie sich über die Anwendersuche die "Berichtsauswahl – Fertigungsauftrag" auf. Wählen Sie anschließend über das Feld "Verwendung" die Auswahl "Projektkarte". Über die Zeilen können Sie nun den angepassten Bericht "71076634“ (Laufkarte) hinterlegen.
Anschließend können Sie die Laufkarte innerhalb der Produktion verwenden. Beim Aufruf des Reports erscheint die Auswahlmaske bei der Sie weitere Informationen optional andrucken können:
| Option | Beschreibung |
|---|---|
| Mit Barcode | Druckt auf der Laufkarte einen Barcode für eventuelles Scanvorgänge an. |
| Mit Material | Druckt das benötigte Material entsprechend an. |
| Anzahl Kopien | Gibt die benötigte Anzahl der Kopien an. |
Außerdem werden Bemerkungstexte des jeweiligen Arbeitsgangs mit angedruckt, so können diese als eine Art "Arbeitsanweisung" genutzt werden.
Komfort Funktionen#
Über die zentrale Einstellung "FA-Nr. wird Chargennummer" in der "KUMAVISION medtec365 Einrichtung", kann festgelegt werden, ob bei der Statusänderung eines Fertigungsauftrages die Fertigungsauftragsnummer automatisch in die Artikelverfolgung Chargennummer eingetragen wird. Hierdurch kann u.a. die Rückverfolgung und Transparenz verstärkt werden.
Zusätzlich kann in der "KUMAVISION medtec365 Einrichtung" folgende Einrichtungen vorgenommen werden:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Standard Planungszeitraum | Hier kann eine Datumsformel eingetragen werden, die beim Starten der Bestell- / Planungsarbeitsblätter für die Neuplanung zur Berechnung des Enddatums verwendet wird. Beispiel 12M: Es wird beim Starten des Bestell- /Planungsarbeitsblatts das Startdatum mit "Heute“, und das Enddatum mit "Startdatum“ + "Standard Planungszeitraum“ vorbelegt. |
| Vordef. Bearbeitungszeit | Über den Schalter "Vordef. Bearbeitungszeit" kann festgelegt werden, ob die Soll Bearbeitungszeiten vorbelegt oder durch die MitarbeiterInnen manuell erfasst werden sollen. |
| Vordef. Rüstzeit | Über diesen Schalter kann festgelegt werden, ob im Produktionsbuchblatt und Istmeldungs Buch.-Blatt die "Soll Rüstzeiten" vorbelegt oder durch die MitarbeiterInnen manuell erfasst werden sollen. |
| Jede Buchungsmethode für artikelver.-pfl. Komponenten | Hiermit wird gesteuert, ob artikeverfolgungspflichtige Komponenten mit einer Buchungsmethode <> manuell in den Fertigungsaufträgen zugelassen sind. Ist die Einstellung auf "Nein", müssen die FA-Komponenten im Produktions- / Verbrauchsbuchblatt manuell gebucht werden. |
Vorbelegung von Lagerort und Lagerplatz am Artikel in der Fertigung#
Wenn auf der Artikelkarte, auf dem Inforegister "Beschaffung" die Felder "Lagerort" und "Lagerplatz" gepflegt sind, wird in folgenden Prozessen der Lagerort und Lagerplatz gemäß der Einrichtung am Artikel vorbelegt:
-
Wenn der Artikel im Fertigungsauftrag als Herkunftsnummer beim manuellen Erstellen des Fertigungsauftrags eingetragen wird, dann wird anhand des Lagerortes/Lagerplatzes aus der Artikelkarte, die Felder Lagerortcode/Lagerplatzcode im Fertigungsauftragskopf gefüllt.
-
Wenn der Artikel in einer Stückliste als Stücklistenkomponente eingetragen wird.
-
Wenn der Artikel in einem Fertigungsauftrag manuell in den Fertigungsauftrag-Komponenten eingetragen wird.
Komfort Funktionen Planungsarbeitsblatt#
Aus der Planungsarbeitsblattszeile können Sie direkt zum Artikel oder zu den Lagerhaltungsdaten wechseln. Markieren Sie dazu die Zeile und wählen Sie im Menüband "Zugehörig > Zeile > Karte" bzw. "Lagerhaltungsdatenkarte".
Die Statistik zur Lagerumschlagshäufigkeit wurde ergänzt. Sie können sie über das Menüband "Zugehörig > Zeile > Artikel-/Lagerumschlag" aufrufen. Der Lagerumschlag zeigt die bisherigen Artikelbewegungen an.
Zusätzlich werden Ihnen mögliche Prio Texte und Hinweise auf Staffelkonditionen, sowie Mindestbestellwerte und Frachtfreigrenzen angezeigt.
Fehler- und Hinweisprotokollierung im Planungsarbeitsblatt#
Beim Berechnen der Planung im Planungsarbeitsblatt können unter Umständen nicht alle Artikel verarbeitet werden. In Microsoft Dynamics 365 Business Central1 Standard kann festgelegt werden, ob der Planungslauf bei einem Fehler abgebrochen und der erste Fehler angezeigt wird. Ist diese Option deaktiviert, werden die aufgetretenen Fehler nach Abschluss der Planungsberechnung in der Fehlerliste angezeigt. Da diese Fehlerliste bei jedem neuen Planungslauf gelöscht und neu erstellt wird, können die Fehler mithilfe der Protokollierung in die Anwendungsprotokollposten übernommen werden.
Die Funktionalität steht auch für die Aktion "Ereignismeldung durchführen" zur Verfügung, sodass bei Fehlern ein entsprechendes Anwendungsprotokoll erstellt wird.
Einrichtung#
Um die Funktionalität der Protokollierung für die Berechnung der Planung im Planungsarbeitsblatt nutzen zu können, muss der Bericht 99001017 – Planung ber. – Plan.-Vorschlag auf der Seite "Anw.-Protokoll Stapellaufarten" als Eintrag hinterlegt werden.
Für die Protokollierung der Aktion "Ereignismeldung durchführen" hinterlegen Sie zusätzlich den Bericht 493 – Ereignismeld. Durchf. – Best..
Beispiel:
| Code | Belegart | Beschreibung | Objekt Art | Objekt ID | Objektname |
|---|---|---|---|---|---|
| PLAN-PLAN | 0 | Planung ber.-Plan Vorschlag | Bericht | 99001017 | Planung ber. - Plan.-Vorschlag |
| BEST-VOR | 1 | Bestell-/Planungsarbeitsbl. Ereignismeld. durchf. | Bericht | 493 | Ereignismeld. durchf. - Best. |
Verwendung im Prozess#
Ist die Anwendungsprotokollierung eingerichtet, wird nach dem Ausführen der Aktionen "Planung berechnen" oder "Ereignismeldung durchführen" im Planungsarbeitsblatt ein Hinweis angezeigt, wenn Fehler aufgetreten sind. Zusätzlich wird die zugehörige Anwendungsprotokollpostennummer angegeben.
Die protokollierten Fehlermeldungen können über "Anw. Protokollposten" eingesehen werden.